Nikomedesschule Steinfurt

Schulsozialarbeit:

Die Veränderungen in unserer Gesellschaft haben längst schon die Schulen erreicht. Das gesellschaftliche Umfeld und damit die Lebensrealität, in dem Kinder und Jugendliche in Deutschland aufwachsen unterliegt einem rasanten Wandel. Hier einige Aspekte, die die Problematik  in Teilen verdeutlichen und in aktuellen Forschungen und Veröffentlichungen zu finden sind:

  • Viele Familien übernehmen Erziehungsaufgaben nicht mehr so, wie es erforderlich wäre. Averbeck2Vielfach herrscht große Unsicherheit, wie die „richtige“ Erziehung aussehen soll, was Heranwachsende brauchen und wie man als Eltern seinen Weg findet.
  • Viele Kinder wachsen in vielfältigen Familienstrukturen auf. Sie erleben häufig, wie schwierig es für ihre Eltern ist, die materielle Existenzgrundlage zu sichern.
  • Die Unterhaltungs- und Informationsmedien haben den Alltag von Kindern und Jugendlichen massiv verändert. Körperlich passive Freizeitgestaltung mit dem PC, dem TV, der Spielkonsole und dem Handy dominiert den Alltag zu vieler Kinder und Jugendlicher.
  • Kinder und Jugendliche erleben im Alltag unterschiedliche kulturelle und religiöse Normen. Dem Anspruch einer interkulturellen Erziehung steht die Gefahr von Vorurteilen und Ausländerfeindlichkeit gegenüber.
  • Der gesellschaftlich Wandel vollzieht sich auch durch die Veränderung des Arbeitsmarktes. Um hier eine Chance zu haben sind Verhaltens- und Qualifikationsanforderungen erforderlich, die viele Jugendliche nicht mehr einüben und erreichen.
  • Legale und illegale Drogen sind fester und nicht zu leugnender Bestandteil der Welt unserer Kinder und Jugendlichen. Durch den Mangel an sozialer Bindung einerseits und einen offenbar nicht gestillten Erlebnishunger andererseits wächst augenscheinlich der Suchtmittel-Missbrauch.
  • Gewalt tritt immer mehr als akzeptierte Form der Konfliktlösung in den Vordergrund. Das Recht des Stärkeren wird mangels alternativer Handlungsstrategien als alltägliche Verhaltensweise erlernt und praktiziert.

Fazit

Alle die oben skizzierten Lebens- und Arbeitsbedingungen ergeben in ihrer Kombination häufig Verhaltensmuster, die zu einem oft seltsam anmutenden Lern- und Arbeitsverhalten führen. Auch unsere Schüler in Steinfurt-Borghorst bringen jeden Tag ihre individuellen Erfahrungen und ihre soziale Situation mit in die Schule. Die Folgen daraus werden dort als häufig störendes und unerwünschtes Verhalten wahrgenommen.

Wir an der Nikomedesschule in Steinfurt wollen diesen Veränderungen nicht tatenlos zusehen, sondern aktiv gegensteuern. Unser Sozialarbeiten Herr Averbeck leistet im Verbund mit allen Lehrerinnen und Lehrern der Schule wichtige Hilfestellung und Präventionsarbeit auf vielen Gebieten.